SPD Rotenburg beim Debattencamp der SPD in Berlin

Am 10. und 11. November fand im alten Funkhaus in Berlin das Debattencamp der SPD statt.
Geplant und angedacht als so etwas wie ein „Experiment, ein neues Format zur Unterstützung der Erneuerung der Partei, war die Veranstaltung ein voller Erfolg. Und nicht nur das, auch die Erwartungen wurden bei Weitem übertroffen.
War die Parteispitze in ihren ursprpünglichen Planungen von ca. 1.000 Teilnehmern ausgegangen, waren es am Ende 3.400.

Auch eine kleine Delegation aus dem Vorstand des Ortsvereins Rotenburg war nach Berlin gefahren, um sich an dem Debattencamp zu beteiligen.
Dazu wird es hier in Kürze einen Beitrag geben zu den Eindrücken und dem, was wir von dort für die Arbeit hier vor Ort mitgenommen haben.
Um schon einmal einen kleinen Eindruck zu bekommen, haben wir hier einen Youtube-Beitrag des Senders Phönix unter „Debattencamp der SPD“ verlinkt.

100 Jahre Frauenwahlrecht

Die SPD war die Partei, die vor 100 Jahren das Frauenwahlrecht erkämpft hat.
Es waren Sozialdemokratinnen, die das erkämpft haben.
Vor 100 Jahren, im Februar 1919, hat Marie Juchacz – eine Sozialdemokratin – als erste Frau in einem deutschen Parlament gesprochen.
Vor 70 Jahren hat ebenfalls eine Sozialdemokratin den entscheidenden Artikel im Grundgesetz zur Gleichstellung von Frauen erkämpft.

„Blühende Landschaften?“

Samstag, 22. August
“ Am frühen Samstagabend versammelten sich bis zu 2000 Menschen vor der ZAst. Gegen 20 Uhr wurden Betonplatten zertrümmert und von rund 200 Jugendlichen und Erwachsenen als Geschosse auf das Gebäude geworfen. Dabei gingen die Fensterscheiben bis in die sechste Etage zu Bruch. Bereits zu diesem Zeitpunkt flog ein Molotow-Cocktail auf einen Balkon in der zweiten Etage. Vermummte Jugendliche skandierten „Deutschland den Deutschen, Ausländer raus!“ und „Sieg Heil!“. Immer wieder konnten Täter in der Zuschauermenge untertauchen. In unmittelbarer Umgebung der ZAst wurden während der Krawalle Imbiss- und Getränkestände aufgebaut, bei denen sich Gewalttäter und Zuschauer mit Alkohol versorgten.“

Das, was in Chemnitz und in vielen anderen Gegenden stattfindet, hat seinen Anfang nicht erst heute, sondern lange früher gefunden. Als Beispiel sind hier die unerträglichen Ereignisse in Rostock-Lichtenhagen genannt. Doch die Gedanken in den Köpfen dieser Menschen waren schon immer da, nicht erst mit einer Ideologie, von der wir dachten, sie wäre im Mai 1945 unter den Ruinen des zweiten Weltkriegs auf ewig vergraben. Es gibt tausende Versuche Menschliches zu erklären, am Ende werden wir doch immer wieder von solchen Exzessen menschlichen Verhaltens überholt. Was bleibt ist: Sprachlosigkeit. Und erneute Versuche eine Erklärung zu finden. Nicht die Politik der Regierenden in Gemeinden, Bund und Ländern ist gefragt, um darauf Antworten zu geben. Nein, wir Bürgerinnen und Bürger müssen Haltung zeigen und dieses menschenfeindliche Verhalten, jeden Angriff auf unsere Verfassung mit Nachdruck zurückweisen. Erst das macht uns zu echten Verfassungspatrioten, zu Bürgerinnen und Bürgern, Citoyen, Verteidiger einer Demokratie, die unbestritten auch Schwächen hat, für die wir dennoch einstehen und an deren Weiterentwicklung und Fortbestehen wir ein elementares Interesse haben. Für ein gutes Leben und eine bessere Welt.